Kollagen ist das häufigste Protein im menschlichen Körper und macht rund ein Drittel der gesamten Proteinmasse aus. Es ist das Hauptstrukturprotein im Bindegewebe und sorgt für Festigkeit, Elastizität und Stabilität in Geweben wie Haut, Knorpel, Knochen, Sehnen und Bändern.
Genauer betrachtet ist Kollagen keine einzelne Substanz, sondern eine Proteinfamilie mit über 20 bekannten Typen. In der Haut dominiert Kollagen Typ I, das rund 80 bis 90 % des Hautkollagens ausmacht, ergänzt durch Kollagen Typ III, das in jüngerer Haut stärker vertreten ist. Gebildet wird es von Fibroblasten, spezialisierten Zellen in der Dermis, zunächst als Prokollagen. Damit daraus eine stabile Tripelhelix entsteht, braucht der Körper Vitamin C als Cofaktor für die Hydroxylierung von Prolin und Lysin. Im nächsten Schritt sorgt das kupferabhängige Enzym Lysyloxidase für die Quervernetzung der Kollagenfasern, welche der Haut ihre Zugfestigkeit verleiht.
In der Haut stützt Kollagen das Gewebe von innen und «polstert» es auf. Es sorgt für Festigkeit, Elastizität und indirekt auch für den Feuchtigkeitshaushalt, da ein intaktes Kollagengerüst die Fähigkeit der Haut unterstützt, Feuchtigkeit zu speichern. Der Kollagenabbau in der Haut führt zu verminderter Elastizität und Hautfestigkeit, was wiederum Faltenbildung, hängende Haut (Dermatochalasis) und ein dünneres, trockeneres Erscheinungsbild begünstigt.
Der altersbedingte Rückgang
Mit zunehmendem Alter, beziehungsweise bereits ab dem 25. Lebensjahr, nimmt die körpereigene Kollagenproduktion ab. Bis zum 40. Lebensjahr kann der Kollagengehalt der Haut bereits um 10 bis 20 % gesunken sein. Dieser Rückgang beschleunigt sich in den folgenden Jahrzehnten weiter, unter anderem weil Fibroblasten mit zunehmendem Alter weniger aktiv werden und äussere Faktoren wie UV-Strahlung den Abbau zusätzlich fördern.
Aber nicht nur die Haut ist davon betroffen. Kollagen ist im gesamten Körper an der strukturellen Stabilität beteiligt, entsprechend vielfältig sind die Folgen seines Rückgangs:
- Knorpel: Der Kollagenabbau im Knorpel führt zu einer verminderten Stossdämpferfunktion durch Ausdünnung und Degeneration des Gewebes. Das macht Gelenke anfälliger für Schäden und begünstigt schmerzhafte Erkrankungen wie Arthrose. Gelenkschmerzen, Steifheit und eingeschränkte Beweglichkeit können die Folge sein.
- Knochen: Kollagen bildet einen wesentlichen Teil der organischen Knochenmatrix. Nimmt es ab, werden Knochen poröser und brüchiger, was zur Entstehung von Osteoporose beiträgt und das Bruchrisiko erhöht.
- Sehnen und Bänder: Eine verminderte Kollagenstruktur führt, ähnlich wie in der Haut, zu geringerer Elastizität und einer erhöhten Anfälligkeit für Verletzungen wie Sehnenrisse oder Bänderdehnungen.
- Muskulatur: Mit der Reduktion von Kollagen im umgebenden Bindegewebe wird auch die Muskelstabilität beeinträchtigt. Die Muskeln verlieren an Festigkeit und Regenerationsfähigkeit.
- Augen: Kollagenabbau im Glaskörper des Auges macht diesen weniger stabil. Das kann zu einer Verflüssigung und zur Bildung von «fliegenden Mücken» (Glaskörpertrübungen) führen.
- Nägel und Haare: Durch die verminderte Kollageneinlagerung werden Nägel und Haare brüchiger und verlieren an Struktur.
Was die Kollagenproduktion unterstützen kann
Für eine gesunde Kollagensynthese braucht der Körper bestimmte Nährstoffe. Vitamin C ist dabei unerlässlich, es wird für die Hydroxylierung von Prolin und Lysin während der Kollagenbildung benötigt. Zink unterstützt die Synthese von Prokollagen und die Regulierung der Kollagenase, jenes Enzyms, das überschüssiges oder beschädigtes Kollagen abbaut. Kupfer wiederum ist als Cofaktor der Lysyloxidase an der Quervernetzung der Kollagenfasern beteiligt, welche deren Zugfestigkeit sichert. Eine ausgewogene Ernährung, die diese Mikronährstoffe abdeckt, bildet die Grundlage.
Zusätzlich können bestimmte Hautpflegewirkstoffe die hauteigenen Prozesse unterstützen. Wir setzen daher in unserem Hyaluronic Serum auf einen Mikroalgen-Extrakt aus Nannochloropsis oculata. Verwandte Nannochloropsis-Extrakte wurden in Studien an Hautzellen untersucht und zeigten ein breites Wirkspektrum: antioxidativ, feuchtigkeitsspendend, entzündungshemmend und schützend gegenüber UV-bedingtem oxidativem Stress.
So verbindet sich fundiertes Wissen über die Hautalterung mit gezielt ausgewählten Inhaltsstoffen, die genau dort ansetzen, wo die Haut mit der Zeit Unterstützung braucht.